Was ist das Vakuuminfusionsverfahren? Arbeitsweise, Arten und Anwendungen

Fast jeden Tag sehen Sie große, robuste und dennoch leichte Produkte. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie diese so glatt und perfekt hergestellt werden? Die Antwort liegt in einem einfachen, modernen Fertigungsverfahren namens Vakuuminfusion. Für viele Laien klingt dieser Begriff jedoch vielleicht zu technisch, sodass sie fragen: Was ist das Vakuuminfusionsverfahren und wie funktioniert es?

Die Grundlagen zu kennen, ist äußerst wichtig, insbesondere wenn Sie mit Harzen und Fasern arbeiten. Durch dieses Verfahren lässt sich deren Kombination wesentlich kontrollierter, effizienter und qualitativ hochwertiger gestalten. Aber wenn Sie noch keine Erfahrung mit der Vakuuminfusion haben und sich damit schwer tun, machen Sie sich keine Sorgen! In diesem Leitfaden werde ich Ihnen alles dazu erklären – von den Grundlagen bis hin zu den verschiedenen Arten, Anwendungsbereichen und Vorteilen. Also legen wir los.

Was ist das Vakuuminfusionsverfahren?

Was ist das Vakuuminfusionsverfahren?

Zunächst wollen wir uns einmal ansehen, was Vakuuminfusion ist.

Das Vakuuminfusionsverfahren ist ein Verfahren zur Herstellung von stabilen, leichten Verbundwerkstoffprodukten. Bei diesem Verfahren werden trockene Fasermaterialien wie Glasfaser oder Kohlefaser in eine Form eingebracht. Anschließend wird ein Vakuum angelegt, um flüssiges Harz in die Fasern zu saugen. Das Vakuum sorgt dafür, dass sich das Harz gleichmäßig durch alle Schichten verteilt, ohne dass Luft eingeschlossen wird.

Nach dem Aushärten erhält man ein hochwertiges, langlebigeres Verbundprodukt. Tatsächlich erfreut sich Kohlefaser bei der Herstellung einer Vielzahl wichtiger Produkte großer Beliebtheit. Allerdings funktioniert sie nicht allein. Stattdessen müssen Harze hinzugefügt werden, um die Endprodukte herzustellen. In der Regel wird das Harz manuell aufgetragen, wodurch es möglicherweise nicht gleichmäßig verteilt wird.

Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass fehlerhafte Produkte entstehen. Bei der Vakuuminfusion muss das Harz jedoch nicht manuell aufgetragen werden. Stattdessen wird das Harz mithilfe von Unterdruck auf natürliche Weise durch das Material gesaugt. Dank dieses kontrollierten Flusses weist das Endprodukt weniger Mängel wie beispielsweise Luftblasen auf. Zudem wird genau die richtige Menge an Harz verwendet, was Abfall reduziert und die Festigkeit verbessert.

Die wichtigsten Komponenten bei der Vakuuminfusion

Jetzt verstehen Sie die Grundlagen der Vakuuminfusion. Richtig? Bevor Sie jedoch mit diesem Vorgang beginnen, müssen Sie auch wissen, welche Komponenten Sie benötigen. Denken Sie daran: Wenn eine dieser Komponenten fehlt, ist der gesamte Vorgang ruiniert.

  • Schimmel: Die Grundform, aus der das Produkt entsteht. Sie bestimmt die endgültige Größe und das Design Ihres Verbundwerkstoffteils. Bevor mit der Infusion begonnen wird, müssen Sie das trockene Material in die Form einbringen.
  • Verstärkungsfasern: Dies sind die trockenen Materialien, die dem Endprodukt seine Festigkeit verleihen. Zu den gängigen Beispielen zählen Glasfaser, Kohlefaser und manchmal auch Kevlar.
  • Harz: Das flüssige Material, das nach der Aushärtung fest wird. Es fließt während des Infusionsprozesses in die Fasern ein und fixiert alles an seinem Platz. Sobald es ausgehärtet ist, verwandelt es die weichen Faserschichten in eine starke, feste Struktur.
  • Vakuumbeutel: Der Vakuumbeutel ist eine spezielle Kunststofffolie, mit der die gesamte Anlage abgedeckt wird. Seine Hauptaufgabe besteht darin, eine luftdichte Umgebung zu schaffen.
  • Vakuumpumpe: Das Gerät, das einen Unterdruck erzeugt. Es entzieht dem Vakuumbeutel die gesamte Luft und erzeugt so den für den Harzfluss erforderlichen Druckunterschied.
  • Flow Media: Es handelt sich um eine Schicht, die auf die Fasern aufgetragen wird. Sie sorgt dafür, dass sich das Harz schneller und gleichmäßiger verteilt, und dient dabei als Leitbahn, die den Fluss des Harzes lenkt.
  • Peel Ply: Nun gibt es auch ein Peel-Ply; dabei handelt es sich um eine dünne Gewebeschicht, die über die Fasern gelegt wird. Sie verhindert, dass das Harz direkt am Füllstoff haftet.
  • Harzfilter: Zuletzt wird der Harzfilter zwischen dem Vakuumsack und der Pumpe angebracht. Seine Aufgabe ist es, überschüssiges Harz aufzufangen, bevor es in die Pumpe gelangt. 

So funktioniert das Vakuuminfusionsverfahren: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Sobald Sie wissen, welche Komponente bei der Vakuuminfusion zum Einsatz kommt, können Sie mit dem eigentlichen Vorgang beginnen. Auf den ersten Blick mag das Ganze sehr kompliziert erscheinen. Wenn Sie den Vorgang jedoch richtig verstanden haben, wird die Durchführung viel einfacher. Lassen Sie uns also loslegen und die Vakuuminfusion Schritt für Schritt erklären.

Schritt 1: Die Form vorbereiten

Der erste und wichtigste Schritt in diesem Prozess ist die Reinigung der Form. Wie ich oben bereits erwähnt habe, handelt es sich hierbei um die Vorlage, die Ihrem Endprodukt seine Form verleiht. Daher muss sie zunächst gereinigt und vorbereitet werden. Sollten Staubpartikel, Öl, Fett oder Rückstände zurückbleiben, kann das Produkt fehlerhaft sein. Am besten waschen Sie die Form mit einem milden Reinigungsmittel und lassen sie anschließend trocknen.

Sobald die Form getrocknet ist und kein Staub mehr vorhanden ist, tragen Sie ein Trennmittel auf. Dabei handelt es sich um spezielle Chemikalien, die verhindern, dass das Verbundmaterial nach dem Aushärten an der Formoberfläche haften bleibt. Wenn Sie vergessen, das Trennmittel aufzutragen, lässt sich das Endprodukt nur sehr schwer aus der Form lösen. Tragen Sie daher eine dünne Schicht dieses Mittels gleichmäßig auf die Form auf oder befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers.

Schritt 2: Trockene Fasern einfüllen

Sobald Ihre Form fertig ist, besteht der zweite Schritt darin, das trockene Fasermaterial in die Form einzulegen. Bei Verbundwerkstoffen verwendet man Glasfaser, Kohlefaser oder andere Verstärkungsgewebe. Denken Sie daran, dass diese Fasern die Hauptstruktur des Endprodukts bilden. Daher müssen Sie sie korrekt und sorgfältig einlegen. Für diesen Vorgang, Vakuum-Infusions-Sprühkleber werden in der Regel verwendet.

In der Regel werden diese Fasern schichtweise in die Form eingelegt. Achten Sie jedoch darauf, dass keine Falten, Lücken oder Überlappungen entstehen. Legen Sie sie außerdem entsprechend der Form Ihrer Form aus. In dieser Phase müssen Sie außerdem zusätzliche Stützschichten hinzufügen, wie beispielsweise Peel-Ply oder Fließhilfsmittel. Diese Schichten verbessern den Harzfluss und erleichtern den Endbearbeitungsprozess.

Schritt 3: Verschließen und Vakuum erzeugen

Schritt 3 – Verschließen und Vakuum erzeugen

Sind Sie sicher, dass die Trockenfaser zusammen mit dem Peel-Ply in die Form eingelegt wurde? Als Nächstes müssen Sie alles versiegeln und ein Vakuum erzeugen. Verwenden Sie dazu den Vakuumbeutel und bedecken Sie die gesamte Anordnung, um eine luftdichte Abdichtung zu erzielen. Versiegeln Sie in dieser Phase jedoch alle Formkanten mit Dichtungsband, um zu verhindern, dass Luft eindringt oder entweicht.

Schließen Sie nach dem Verschließen eine Vakuumpumpe an die Anlage an. Diese Pumpe beginnt nun, die gesamte Luft aus dem Inneren des Beutels abzusaugen. Das wirkt wie ein starker Sog. Während die Luft abgesaugt wird, werden Sie feststellen, dass der Unterdruck die trockenen Fasern fest an die Form drückt. Dadurch wird die eingeschlossene Luft sogar aus den Faserschichten entfernt. All dies trägt dazu bei, dass das Harz im nächsten Schritt besser fließen kann.

Schritt 4: Das Harz einweichen lassen

Nachdem im Inneren der Form ein Vakuum erzeugt wurde und keine Luft mehr vorhanden ist, ist es an der Zeit, das Harz einzuleiten. In dieser Phase verwandeln sich die trockenen Fasern langsam in eine feste Struktur. Um das Harz in die Form einzuleiten, verwenden Sie Schläuche, die mit der Form verbunden sind. Wenn Sie das Harz in diese Schläuche einfüllen, herrscht im Inneren der Form bereits ein Unterdruck.

Durch diesen Druck wird das Harz automatisch in die Faserschichten gesaugt, sodass Sie dies nicht manuell tun müssen. Doch damit ist es noch nicht getan: Unter dem Einfluss des Vakuums fließt das Harz gleichmäßig durch die Faserschicht. Die Fließhilfen leiten das Harz so, dass es jeden Winkel gleichmäßig erreicht. So wird sichergestellt, dass kein Bereich trocken oder schwach bleibt.

Schritt 5: Aushärten und Entformen des Teils

Nachdem sich das Harz vollständig in den Fasern verteilt hat, folgt als letzter Schritt die Aushärtung. Aushärten bedeutet, dass man das Harz aushärten lässt, bis es zu einem festen, widerstandsfähigen Material wird. Während dieser Aushärtungszeit muss man die gesamte Anlage ungestört lassen. Warum? Weil in dieser Phase die chemische Reaktion im Inneren des Harzes stattfindet. Diese Reaktionen ermöglichen die Entstehung des Endprodukts.

Diese Aushärtungszeit variiert jedoch je nach Harz und Umgebungstemperatur. In der Regel dauert sie einige Stunden. Sobald das Harz vollständig ausgehärtet ist, schalten Sie das Vakuum aus und entfernen Sie den Beutel vorsichtig. Entnehmen Sie nun das fertige Teil – dabei hilft Ihnen das Trennmittel. Dieses Teil ist nun bereit für die Nachbearbeitung, wie zum Beispiel das Nacharbeiten und Zuschneiden.

Einige gängige Arten der Vakuuminfusion

Beachten Sie beim Start der Vakuuminfusion, dass es sich dabei nicht um ein einheitliches, feststehendes Verfahren handelt. Im Laufe der Zeit wurden Varianten dieses Verfahrens entwickelt, aus denen sich verschiedene Arten herausgebildet haben. Diese Arten der Vakuuminfusion eignen sich für unterschiedliche Branchen und Anwendungsbereiche. Bevor Sie beginnen, sollten Sie die folgenden Arten der Vakuuminfusion kennen, um die für Sie am besten geeignete auszuwählen.

1. Standard-Vakuuminfusion

Dies ist die einfachste Form der Vakuuminfusion, die überall zum Einsatz kommt. Der Ablauf ist hier derselbe wie oben beschrieben. So wird beispielsweise die Form gereinigt und eine trockene Faserschicht aufgetragen. Anschließend wird mithilfe der Vakuumpumpe die gesamte Luft abgesaugt. Danach wird das Harz durch diesen Unterdruck in die Fasern gesaugt.

Durch die Aushärtung entsteht das hochwertige Verbundwerkstoffprodukt. Bei diesem Verfahren wird der Prozess sorgfältig gesteuert, ist aber dennoch recht unkompliziert. Es sind keine besonderen Anforderungen erforderlich. Daher ist es sehr kostengünstig und auch für Anfänger gut geeignet. Es wird häufig zur Herstellung von Bootsteilen, Platten sowie mittelgroßen bis großen Verbundwerkstoffteilen verwendet.

2. VARTM (Vakuumunterstütztes Harztransferformverfahren)

VARTM, was für „Vacuum Assisted Resin Transfer Molding“ steht. Es handelt sich um eine weiterentwickelte Version des Vakuuminfusionsverfahrens. Zunächst einmal verläuft alles genauso wie bei einem herkömmlichen Vakuumverfahren. So werden beispielsweise trockene Fasern in die Form eingelegt und das Harz unter Vakuumdruck zugeführt. Das Besondere an diesem Verfahren ist jedoch die Art und Weise, wie das Harz zugeführt wird und wie es durch größere oder komplexere Bauteile fließt. Lassen Sie mich das näher erläutern.

Beim Standardverfahren wird das Harz an einem Ende eingefüllt und durch das Vakuum durch die Fasern “gesaugt”. Richtig? Beim VARTM-Verfahren muss man jedoch zunächst Harz durch die Einlassrohre einspritzen. Anschließend sorgt das Vakuum dafür, dass es sich über eine viel größere Fläche verteilt. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, das Harz durch große Faserbereiche und komplexe Formabschnitte zu ziehen. Deshalb gilt das VARTM-Verfahren als ideal für die Herstellung komplexer, großformatiger Verbundwerkstoffteile.

3. SCRIMP-Verfahren

Der SCRIMP-Prozess steht für „Seemann Composites Resin Infusion Molding Process“. SCRIMP ist einfach eine bessere und intelligentere Variante der Vakuuminfusion. Er sorgt dafür, dass sich das Harz in großen Bauteilen gleichmäßiger und schneller verteilt. Wie? Bei der normalen Vakuuminfusion verteilt sich das Harz zwar, bewegt sich dabei aber möglicherweise nur langsam.

Es besteht also die Möglichkeit, dass das Harz während der Fertigung großer Bauteile an einer Stelle antrocknet. Bei SCRIMP bringen die Mitarbeiter jedoch spezielle Schichten auf, die als “Fließmedien” bezeichnet werden. Diese wirken wie „Straßen“ für das Harz. Sie helfen dem Harz, sich in die geplanten Richtungen zu bewegen. Dadurch erreicht es alle Bereiche nahezu gleichzeitig, auch bei großen, komplexen Verbundbauteilen.

Vorteile der Vakuuminfusion

Vorteile der Vakuuminfusion

Die Vakuuminfusion ist für moderne Industriezweige mittlerweile unverzichtbar geworden. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum? Der Grund liegt in den Vorteilen, die dieses Verfahren auszeichnen. Lassen Sie uns also die herausragenden Vorteile besprechen, die die Vakuuminfusion im Allgemeinen bietet.

  • Robuste und langlebige Endprodukte: Erstens ist das Vakuuminfusionsverfahren dafür bekannt, besonders langlebige Produkte hervorzubringen. Das liegt daran, dass bei diesem Verfahren das Harz gleichmäßig verteilt wird. Es bleiben keine Lücken zurück, die zu Mängeln führen könnten. Dadurch weist das Endprodukt keine Beschädigungen auf, was seine Festigkeit gewährleistet.
  • Leicht, aber hochfest: Wie ich oben bereits erwähnt habe, lässt sich durch die Vakuuminfusion auch die verwendete Harzmenge besser kontrollieren. Das bedeutet, dass kein überschüssiges Harz angesaugt wird, wodurch Harzansammlungen vermieden und das Gewicht reduziert werden können. Dies führt zu einem perfekten Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Gewicht. Das Endprodukt ist stabil und dennoch leicht.
  • Bessere Qualität und glatte Oberfläche: Das Endprodukt ist nicht nur fehlerfrei, sondern auch glatt. Während der Vakuuminfusion wird die Luft vollständig entfernt. Es gibt keine Blasen, Risse oder andere Mängel, die die Qualität des Produkts beeinträchtigen. Daher ist es sehr glatt und sieht professionell aus, was den Aufwand für die Nachbearbeitung reduziert.
  • Weniger Materialverschwendung: Die Vakuuminfusion ist zudem hinsichtlich des Materialverbrauchs effizienter. Bei herkömmlichen Verfahren wird oft überschüssiges Harz verschwendet, wenn es ungleichmäßig aufgetragen wird. Bei der Vakuuminfusion wird jedoch nur die benötigte Menge an Harz verwendet, kein Überschuss. Es wird auf sehr kontrollierte Weise in die Fasern gezogen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit von Materialveränderungen erheblich verringert.
  • Geeignet für große und komplexe Teile: Die Herstellung großer, komplexer Teile ist mit herkömmlichen Methoden oft sehr schwierig. In diesem Fall erweist sich jedoch die Vakuuminfusion als nützlich. Dabei kommen spezielle Flussmedien zum Einsatz, die als Leitweg für den Harzfluss dienen. Das bedeutet, dass das Harz nicht einseitig trocknet, sondern sich gleichmäßig verteilt, sodass große Produkte hergestellt werden können.

Wo wird die Vakuuminfusion eingesetzt? Häufige Anwendungsbereiche

Die Vakuuminfusion ist nicht nur Theorie. Vielmehr gibt es im Alltag zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten. Um den Wert der Vakuuminfusion wirklich zu verstehen, wollen wir daher einen Blick darauf werfen, in welchen Branchen dieses Verfahren tatsächlich zum Einsatz kommt.

1. Schifffahrtsindustrie

Die Schifffahrtsindustrie zählt zu den größten Anwendern der Vakuuminfusion. Wie Sie wissen, sind in dieser Branche stabile und zugleich leichte Materialien von größter Bedeutung. Da sich Boote beispielsweise leicht auf dem Wasser fortbewegen müssen, kommt es auf eine leichte und dennoch robuste Bauweise an. Diese Kombination wird durch die Vakuuminfusion erreicht. Mit diesem Verfahren werden Bootsteile wie Rümpfe und Decks mit gleichmäßiger Harzverteilung hergestellt, wodurch sie stabil, wasserdicht und langlebig sind. 

2. Luft- und Raumfahrtindustrie

In der Luft- und Raumfahrtindustrie zählt jedes Kilogramm. Für Flugzeugbauteile benötigen Hersteller Materialien, die eine hohe Festigkeit bieten, ohne das Gewicht zu erhöhen. Hier kommt das Vakuuminfusionsverfahren ins Spiel. Es wird zur Herstellung von hochleistungsfähigen, präzisen Verbundwerkstoffteilen für die Flugzeuginnenausstattung eingesetzt. Zudem gewährleistet es ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit, die in der Luftfahrt von entscheidender Bedeutung sind.

3. Automobilindustrie

In der Automobilindustrie werden mittels Vakuuminfusion leichte und hochfeste Bauteile hergestellt. Diese Bauteile kommen vor allem in Sportwagen und Rennfahrzeugen zum Einsatz. Die Reduzierung des Fahrzeuggewichts verbessert die Geschwindigkeit, die Kraftstoffeffizienz und die Gesamtleistung. Mit diesem Verfahren werden Bauteile wie Karosserieteile und Strukturkomponenten hergestellt.

4. Windenergie

Die Vakuuminfusion spielt in der Windenergiebranche eine sehr wichtige Rolle. Inwiefern? Dieses Verfahren wird im Wesentlichen zur Herstellung von Turbinenflügeln eingesetzt. Diese Flügel sind extrem groß und müssen stabil genug sein, um dem starken Winddruck standzuhalten. Gleichzeitig müssen sie jedoch auch leicht sein, um die Höhe bewältigen zu können. Bei der Vakuuminfusion wird das Harz gleichmäßig über den gesamten Flügel verteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Flügel strapazierfähig und dennoch leicht bleiben.

5. Bauwesen

Schließlich ist die Bauindustrie in hohem Maße auf das Infusionsverfahren angewiesen. Hier trägt dieses Verfahren zur Herstellung stabiler Verbundplatten und Bauteile bei. Diese Bauteile kommen in Gebäuden zum Einsatz, bei denen Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen von entscheidender Bedeutung sind. Das Vakuuminfusionsverfahren gewährleistet somit, dass Verbundbauteile langlebig und leicht bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Vakuuminfusion besser als das Handauflegen?

Ja, in den meisten Fällen ist die Vakuuminfusion besser als das Handauflegeverfahren. Dabei entstehen festere, leichtere und qualitativ hochwertigere Bauteile, da sich das Harz gleichmäßiger verteilt. Außerdem ist dieses Verfahren sauberer und verursacht im Vergleich zum Handauflegeverfahren weniger Materialabfall. 

Welche Materialien werden bei der Vakuuminfusion verwendet?

Beim Vakuuminfusionsverfahren kommen hauptsächlich Trockenfasern, Harz und grundlegende Trägermaterialien zum Einsatz. Die Trockenfasern (wie Glasfaser oder Kohlefaser) verleihen dem Endprodukt seine Festigkeit. Das Harz hingegen bindet alle Bestandteile miteinander und sorgt so für die Festigkeit des Materials.

Können Anfänger die Vakuuminfusion leicht erlernen?

Ja, auch Anfänger können das Vakuuminfusionsverfahren erlernen, aber es erfordert etwas Übung. Deshalb ist es am besten, zunächst unter Anleitung eines Fachmanns zu arbeiten. Sobald Sie die grundlegenden Schritte und Methoden beherrschen, können Sie das Verfahren selbstständig durchführen.

Abschluss 

Fassen wir zusammen: Die Vakuuminfusion ist der Grund, warum moderne Industrien immer effizienter werden. Es ist das Verfahren, mit dem langlebige, leichte und hochwertige Verbundwerkstoffprodukte hergestellt werden. Bei diesem Verfahren ist man nicht auf manuelle Vorbereitungsarbeiten angewiesen. Stattdessen wird Vakuumdruck genutzt, um das Harz auf äußerst kontrollierte Weise aufzutragen. Diese gleichmäßige Verteilung sorgt dafür, dass das Endprodukt fehlerfrei ist. Das ist der Grund, warum die Vakuuminfusion in der Schifffahrt, der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie weit verbreitet ist.

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